Jeder könne ja machen, was er wolle. Aber für ihn sei das nichts. Er gehe drei Mal am Tag in den Wald und dann einmal die Woche zum Tennis - um sich mal so richtig auszupowern. Es sei ja schön, wenn sie da mit ihrem Yoga und so glücklich sei, aber er brauche was Richtiges. Yoga sei durchaus anstrengend und auspowernd, wenn man wolle, wirft sie ein. Ja, ne, also er meine so richtig auspowern. Das brauche er schon. So als Ausgleich für sein stressiges Leben. Ob er schon mal Yoga probiert habe, fragt sie nach. Nein. Das müsse er nicht. Ihm reiche schon, was er da sehe. Und bestimmt hätte sie auch eine Yogatasche, oder? Es gäbe ja alles für Yoga: Hosen und Matten und bestimmt auch Taschen! Frauen hätten ja eh so ein Suchtproblem mit Taschen, haha, das sage er seiner Frau auch immer. Christiane, sagt er, Christiane, Du hast ein Suchtproblem mit Taschen! Oder besser: Ein Suchtproblem ohne Taschen, wenn sie den Scherz verstehe? Ob er denn keine Tennistasche habe, fragt sie nach. Doch, natürlich. Die brauche man ja, für das ganze Tenniszubehör. Das sei ja auch ein sehr technischer Sport. Er verstehe schon, dass sie lieber zum Yoga gehe. Das sei ja auch okay. Jeder, wie er mag. Er urteile da gar nicht. Sie schweigt. Es ist Frauentag.